“Call of Duty” macht in Journalismus

Videoszene: Söldner zielt mit Sturmgewehr (Bild: Activision/Vice)Das ist eine Kooperation, zu der einem erst einmal die Worte fehlen. Und die dann doch irgendwo passt: Der nächste Teil des erfolgreichen Shooter-Spiels “Call of Duty” soll offenbar mit einer journalistischen Recherche über die Bedeutung privater Sicherheits- und Söldnerfirmen begleitet werden. Und Kevin Spacey ist auch dabei.

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Böses Google, armes Google

Wir erinnern uns: Kurz vor Ostern legte Springer-Chef Mathias Döpfner Google in der “Frankfurter Allgemeinen” ein ziemliches Ei. “Google braucht uns nicht. Aber wir brauchen Google”, schrieb Döpfner. Und bekannte angesichts des globalen Zugriffs der Konzerns auf Daten aus allen Wirtschafts- und Lebensbereichen: “Wir haben Angst vor Google.”

“Google ist viel besser als sein Ruf!”

Die “Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung” (“FAS”) hat nun das Thema noch einmal angepackt – unter ganz anderen Vorzeichen: “Google ist viel besser als sein Ruf!” schreiben dort Corinna Budras und Christian Siedenbiedel. Das ist zum einen ein erfreulicher Beleg für den Binnenpluralismus bei dem Blatt für kluge Köpfe, führt aber andererseits zur Frage: Wie jetzt?

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Osterfreuden bei der Funke-Gruppe

Es ist doch immer schön, wenn sich in der nicht mehr ausschließlich auf Rosen gebetteten Medienbranche die Leute noch so richtig freuen können. Heute mal keine Angst vor Google bei höher bezahlten Konzernlenkern, keine Verzweiflungstaten auf dem Boulevard. Sondern schlicht gute Nachrichten. So viel vorösterliche Freude wie bei der Funke-Gruppe (vormals WAZ) war selten: Denn das Kartellamt hat den Deal mit Springer genehmigt!

Gute, es war nicht die deutsche Behörde aus Bonn, wo das Okay zur Übernahme der Programmzeitschriften und zum Aufbau diverser gemeinsamer Vertriebs- und Vermarktungsunternehmen immer noch auf sich warten lässt. Nein, die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde hat jetzt ihr “Go” zum Erwerb der Axel Springer Titel gegeben. So schreibt es Funkes Führungsduo Manfred Braun und Thomas Ziegler in seiner “Freitagsmail”, die wegen des morgigen Karfreitags schon heute am Gründonnerstag an die “lieben Kolleginnen und Kollegen” im Funke-Reich ging.

“Jetzt warten wir ungeduldig auf die Entscheidung des Bonner Bundeskartellamtes”, heißt es weiter. Ach nee. Wenn die vom “Handelsblatt” mehrfach kolportierten Auflagen kommen und Funke gleich einen ganzen Schwung der Programmtitel weiter verkaufen muss, wirkt der ungebremst versprühte Frohsinn der wöchentlichen Mitarbeiterbeglückung geradezu niedlich: Da ist ständig von “Aufbruch” und “auf einander zugehen” die Rede, vom “Einleben in unserer Mediengruppe”.

Wahrscheinlich liegt’s am zweiten verfrühten Osterei, das über die Essener hereinbrach: Die “Bild der Frau”, deren Übernahme das Kartellamt schon genehmigt hat, gewinnt den „Tönnissteiner Medienpreis 2014“. Darauf einen doppelten Eierlikör!

Netzneutralität: Erst mal schauen, was Brüssel macht

ZAPP hat in den letzten Monaten im Fernsehen mehrfach über das Thema Netzneutralität berichtet und online zum Thema einer Debatten-Reihe gemacht. Die Bundesregierung hat nun angekündigt, statt eine eigene Regelung zu erarbeiten, erst mal auf Vorgaben aus Brüssel zu warten. Dort hatte das EU-Parlament in der letzten Woche der Kommission mehrere Ergänzungen in den Entwurf einer Telekommunikationsverordnung diktiert: Aus einem Text, den Kritiker schon als substanzloses Lippenbekenntnis sahen, wurde quasi in letzter Minute ein deutliches Bekenntnis zu einer ziemlich strikten Netzneutralität.

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Datenklau: History Repeating

Die Geschichte wiederholt sich. Schon wieder ist ein massiver Datendiebstahl im Internet bekanntgeworden. Kriminelle haben sich Zugang zu Millionen Nutzerkonten verschafft. Den deutschen Sicherheitsbehörden sind die Daten in die Hände gefallen. Doch auch das Versagen der Behörden wiederholt sich.

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Bildungsbürgerpostille meets Lokalblogger

Die Website Hamburg MittendrinIn Zeiten der Printkrise setzt die altehrwürdige “Zeit” auf Ausbau: Auf ihrem Hamburg Heimatmarkt bietet die Wochenzeitung seit heute einen Lokalteil an. Freunde des bedruckten Papiers haben somit eine Alternative zum Platzhirsch “Hamburger Abendblatt”, “Hamburger Morgenpost” und der schmalen “taz Nord”. Mit an Bord: hyperlokale Blogger, über die ZAPP schon berichtet hat.

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Letter from London II: London Live startet

Lokales Fernsehen in Deutschland ist eine eher traurige Angelegenheit: Nicht einmal in Ballungsräumen wie Berlin, Hamburg, München oder dem Ruhrgebiet funktionieren kommerzielle Kanäle für den unmittelbaren Nahbereich. Wem gehört doch gerade tv.berlin? (Antwort: Nein, auch nicht mehr Springer, sondern der Firma Godd Media Broadcast GmbH der Investoren Seyhan Yigit und Medet Bozkurt.) Haben Corinna von Schönau und Frank Otto eigentlich noch Spaß an Hamburg 1?

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Neue Langformate im Netz: Wir von der ARD sind auch dabei

“Snowfall” ist zum Synonym geworden: Die “Multimedia-Reportage” der New York Times steht Pate für neues, journalistisches Langformat im Netz. In einem Workshop über Storytelling und Multimedia-Reportage wurden wir Teilnehmer gefragt, wer “Snowfall” kennt, die Geschichte einer Lawinenkatastrophe, erzählt über Text, Fotos, Bewegtbilder und Interviews. Die verschiedenen Ausspielwege vertiefen die Geschichte und stärken den Plot.  

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